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Artikelarchiv von Berufswahl – Mein Weg in die Zukunft“

2010
  • Schon fast weg / the fast way

    Inzwischen ist die Forderung mancher Arbeitgeber nach Bewerbungsunterlagen in englischer Sprache zwar auch innerhalb Deutschlands keine Seltenheit mehr, doch vor allem, wer sich ins Ausland bewirbt, sollte nicht nur um Fachtermini und Grammatik, sondern auch um die kleinen sprachlichen Unterschiede zwischen britischen und amerikanischen Ansprechpartnern wissen. Damit das nicht in ein Anglistik- bzw.

    Mixed Media

    Wer „in den Medien“ arbeitet, der weiß um die Faszination dieses mit drei Worten so nebulös wie weitläufig umschriebenen Arbeitsfelds. Verlage, PR, Marketing, die virtuelle Weblandschaft oder doch Film und Fernsehen – wo soll’s denn jetzt eigentlich hingehen? Mit Talent und ersten Erfahrungen kann man über die media.net berlinbrandenburg und die Medien Bildungsgesellschaft Babelsberg GmbH einen Praktikumsplatz für zwei Mal drei Monate ergattern. Bei Universal, myspace oder Pixelpark etwa. Und weiteren Topadressen der Kreativindustrie.

    Fernwehinfiziert?

    Dann ab in den Süden! Feine Idee – aber welche Möglichkeiten es gibt, sollte man wissen, bevor die Koffer gepackt werden. Wen es als Farmarbeiter nach Island verschlägt oder zum freiwilligen sozialen Jahr ins kolumbische Bogotà, wer bei Work & Travel das Schafescheren auf der neuseeländischen Südinsel lernt – der hat vermutlich davor im „Handbuch Weltentdecker“ geblättert. Hier sind die verschiedenen Arten von Auslandsaufenthalten übersichtlich aufgelistet. Und wichtige Fakten zu Kosten, Finanzierungsmöglichkeiten, Agenturen und kooperierenden Bildungsinstituten vor Ort gleich mit dazu.

    Von Lehrstellen und Leerstellen

    Aus den Bilanzen der Industrie- und Handelskammern liest sich der schöne Fakt: Auch im Krisenjahr 2009 sind kaum Jugendliche unvermittelt geblieben. Viele Lehrstellen sind zudem noch unbesetzt, denn es gab bundesweit deutlich mehr Ausbildungsplätze als Jugendliche. 2010 wird es vermutlich ähnlich ablaufen, da noch einmal weniger Jugendliche die Schule verlassen (minus 3 Prozent). Es erschloss sich allerdings auch ein trauriger Fakt aus den Auswertungen: Die von der IHK angestrengten Nachvermittlungen wurden von Jugendlichen ohne Lehrstelle nur zaghaft genutzt.

    Lernraum Europa

    Auszubildende in IHK-Berufen, die nach fernen Ländern streben, sollten sich eine Internetadresse merken: www.sequa.de. Diese weltweit aktive Gesellschaft fördert nämlich über eigene Programme berufliche Bildung durch Auslandspraktika. Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags Ludwig Georg Braun nannte das Prinzip von Sequa „den Lernraum Europa verwirklichen“.

    Studiengebühren ade! Saarland schafft Studiengebühren wieder ab

    Ab kommendem Sommersemester werden keine allgemeinen Studiengebühren mehr erhoben. Ein entsprechendes Gesetz hat der Landtag mit den Stimmen von CDU, FDP und Grünen beschlossen. Die drei Regierungsparteien hatten die Aufhebung der Zahlung von 500 Euro pro Semester für ein Erststudium im Koalitionsvertrag vereinbart. Das Geld, das den Hochschulen dadurch verloren geht, soll aus dem Landeshaushalt ersetzt werden. Motivation genug für Studienwillige, oder? Na dann, ab in den Hörsaal!

    Online-Bewerbung: Die Qual der Wahl in digital

    Im vergangenen Jahr wurden fast zehn Prozent der Stellen aufgrund einer Online-Bewerbung vergeben. Rund 80 Prozent der Aspiranten kamen mit der klassischen Bewerbungsmappe zum Ziel. Allerdings gehört der Online-Bewerbung die Zukunft. Die Frage ist nur noch, wann das Bewerben mit dem Internet die schriftliche Variante ablösen wird. Einige große Unternehmen steigen bereits heute komplett auf Online-Bewerbungen um.

    Jungwild an Schaum von Preiselbeere

    Wer in Hotellerie, Gastronomie oder Kreuzfahrt ein freies Plätzchen sucht, auch für Saisonjobs, der ist auf der Internetplattform www.rollingpin.de gut aufgehoben. Unter dem Service-Button finden sich Bewerbungstipps und die Top 15 Bewerbungsfragen sind prima herausgearbeitet: Von „Was wissen Sie über unser Unternehmen?“ über „Warum haben Sie sich gerade bei uns beworben?“ bis zu „Können wir uns in Englisch unterhalten?“ wird hier das Einmaleins der worst case scenarios durchexerziert.

    Süße Späne

    Ein eleganter Weg, sich Berufsbilder im Vorfeld anzuschauen, führt über das Filmportal www.berufe.tv der Bundesagentur für Arbeit. Für Leckermäulchen würde sich die Ausbildung zum Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk (Konditorei) anbieten, hat man es da doch ausschließlich mit der Zubereitung von kleinen Marzipanglücksschweinchen, Joghurteis oder Zartbitterpralinés zu tun.

    Handbuch Weltentdecker.

    Der Ratgeber für Auslandsaufenthalte. Von Jens Hirschfeld, Annike B. Hüske, Thomas Terbeck, weltweiser Verlag, 2009, 256 Seiten, 14.80 Euro. www.handbuchweltentdecker.de

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