Zukunftsgebräu
Seit 2005 gibt es eine neue Ausbildungsordnung für Brauer und Mälzer. Das liegt an der technologischen Weiterentwicklung des Berufsbildes und an den gestiegenen Ansprüchen in punkto Qualitätssicherung und Kommunikation. Der Brauer lernt in der dreijährigen Ausbildung automatisierte Produktions- und Abfüllanlagen unter hygienischen, wirtschaftlichen und umweltschonenden Aspekten zu bedienen und zu warten. Er weiß, wie er Rohmittel zu prüfen und zu lagern hat, wie man schrotet, den Gärprozess steuert oder chemisch-technische Analysen und sensorische Prüfungen in der Mälzerei durchführt.
Rolf Dummert, 47, Technischer Leiter und Ausbilder für Brauer und Mälzer am Staatlichen Hofbräuhaus in München, gibt Tipps fürs Weiterkommen:
Was muss ein Bewerber mitbringen?
Breit gestreutes Interesse an einem technischen Beruf, der aber durchaus noch viele handwerkliche Facetten hat. Reine Technikbegeisterte sind ebenso fehl am Platz wie reine Handwerksfreunde. Man sollte eine gesunde Mischung aus beidem haben.
Wenn ich einen neuen Lehrling aufnehme, kommt es für mich auch darauf an, ob ich den Brauer dauerhaft behalten möchte oder ob ich einfach nur jemandem die Möglichkeit einer Ausbildung gebe. Wenn ich keine Arbeitsstelle für ihn habe, bevorzuge ich Abiturienten, denn die möchte sich hinterher ohnehin weiterbilden.
Wie könnte die Weiterbildung aussehen?
Man kann unterschiedliche Berufswege einschlagen: einerseits den handwerklicheren Braumeister, dann den Brautechniker, etwa an der Doemens Akademie in Gräfelfing. Außerdem gibt es noch verschiedene Studiengänge in Weihenstephan oder in Berlin an der Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei.



