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Kaufleute im Einzelhandel - Vielfältiger Beruf für Alle

Ware, Kunde, Warenkunde: Kaufleute im Einzelhandel

Kauffrau oder Kaufmann im Einzelhandel ist Jahr für Jahr der Ausbildungsberuf mit den meisten neuen Lehrlingen in Deutschland. Obwohl sich männliche und weibliche Azubis in ihren Berufswünschen sonst stark unterscheiden – der Job der Kaufleute gehört für beide Geschlechter zu den Top 5 der beliebtesten Berufe. Das könnte an der Vielfältigkeit der Fachrichtungen liegen:

Ob Modehäuser, Heimwerker-Shops, Schmuckboutiquen, Parfümerien, Feinkostgeschäfte, Gartencenter, Videotheken, Supermärkte, Drogerien, Handyläden, Tankstellen oder sogar Fahrradverleiher: Sie alle beschäftigen Kaufleute im Einzelhandel. Die wissen nicht nur im Beratungsgespräch mit den Kunden alles Wichtige über ihre Waren, sondern behalten Einkauf und Lager, Personal und Buchhaltung, Sortimentvielfalt und Marketing im Auge. Sie bewahren bei Reklamationen einen kühlen Kopf und sachlichen Ton und wissen, dass ein Produktlebenszyklus nichts mit dem Verfallsdatum zu tun hat. Sie kennen sich mit verschiedenen Zahlungsmitteln aus und beherrschen alle verkaufsfördernden Kniffe, damit aus gewöhnlichen Keksen, Kameras oder Karohosen Objekte der Begierde werden.

Wer kann’s werden?
Für die dreijährige duale Ausbildung in Handel oder Handwerk ist keine bestimmte schulische Vorbildung vorgeschrieben. Lässt man sich an einer Schule ausbilden, gelten die Zugangskriterien der jeweiligen Bildungsstätte.

Wohin?
In eines der fast 400.000 Unternehmen des deutschen Einzelhandels.

Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel?
Das verdien’ ich mir! Ausbildungsgehalt im 1. Ausbildungsjahr (West/Ost) 657/575 Euro, dann 732/647 und 840/741 Euro
(Angabe Ost: IHK Leipzig).

Künstler und Kaufmann:
Der Musikalienhändler

Diese Spezialisierung umfasst die drei Bereiche Musikinstrumente, Musikalien und Tonträger. Musikelektronik, Marketing und Vertrieb sind wichtige Inhalte. Das erste und dritte Ausbildungsjahr läuft gemeinsam mit dem Einzelhandel, dazwischen werden die musikalischen Kompetenzen geschult.
(www.ausbildung-musikfachhaendler.de).

Karriere im Einzelhandel
Viele Unternehmen bieten ihren Kaufleuten interne Förderprogramme an. Dort absolviert man in ein bis zwei Jahren ein Abteilungsleiter-Management-Programm mit mehreren Seminaren sowie der Ausbildung zum Handelsassistenten. Abiturienten werden binnen drei Jahren zu Handelsfachwirten ausgebildet. Und wer Betriebswirtschaft studiert hat, darf schon während seines zweijährigen Trainee-Programms die Verantwortung als Abteilungsleiter übernehmen und sich auf den Titel Junior-Geschäftsführer freuen. Noch eine Möglichkeit: Wer nach Abitur oder Tischlerlehre weiß, dass er in der Einrichtungsbranche punkten möchte, dem sei Betriebswirtschaft Fachrichtung Möbelhandel empfohlen.

Maria Hartl: 18 Jahre, Kauffrau im Einzelhandel, Abschluss: Juli 2011, Staatspreis mit Notendurchschnitt 1,0,
Aldi Süd-Filiale Fürstenfeldbruck

Worin lag für Dich der besondere Reiz einer Ausbildung zur Kauffrau im Einzelhandel?
Ich wollte einen Ausbildungsberuf erlernen, der sowohl Verwaltungs- und Bürotätigkeiten beinhaltet als auch Kundenkontakte und praktisches Zupacken.

Was hat Dich bisher an der Ausbildung am meisten überrascht?
Bereits vom ersten Tag an war ich gleichwertiges Teammitglied und konnte sehr früh Verantwortung übernehmen. Besonders begeistert hat mich das Projekt „Azubis leiten eine Filiale“, an dem ich teilnehmen konnte. Wir, das Azubi-Team, waren für vier Wochen Chef der Filiale. Das komplette Tagesgeschäft, die Planung, Organisation und Disposition haben wir zur Kundenzufriedenheit gemeistert.

Welches Aufgabengebiet fällt Dir besonders schwer - und warum?
Eigentlich nichts! Die Ausbildung war so abwechslungsreich und vielschichtig, da hat eigentlich alles immer Spaß gemacht! Der Verkauf und der Einzelhandel insgesamt sind eine spannende Sache.

Wohin willst Du mit der Ausbildung - hast Du Dir schon Gedanken über Deine Karriere gemacht?
Na klar! Ich setze mir kleinere Ziele, die erreichbar sind und schneller aber sicherer zum Erfolg führen. Die Karriereplanung bei Aldi Süd ist natürlich mit dabei. Ich werde nach meiner Ausbildung in das Filialführungsnachwuchs-Programm übernommen werden. Sie werden fragen, was das nun ist? Das ist ein Aus-und Weiterbildungsprogramm von Aldi Süd, das zielgerichtet zur Filialleitungs-Position weiterführt. Nach der Ausbildung ist also noch lange nicht Schluss!

Sadik Hetemaj, 18 Jahre, 2. Ausbildungsjahr, BayWa Bau & Gartenmarkt Poing

Worin lag für Dich der besondere Reiz an einer Ausbildung zu Einzelhandelskaufmann/-frau?
Die Arbeit mit Menschen macht mir schon immer viel Spaß, aber auch der kaufmännische Teil, der mir in der Berufsschule beigebracht wird, hilft mir sehr, den Einzelhandel und vor allem seine Preispolitik zu verstehen.

Was hat dich bisher an der Ausbildung am meisten überrascht?
Überrascht hat mich vor allem die Abwechslung. Jeden Tag kommen neue Kunden und somit neue Herausforderungen, da jeder Kunde anders ist. Aber auch die Arbeit ist abwechslungsreich, man durchläuft viele verschiedene Abteilungen und bekommt dort weiteres Wissen vermittelt.

Welches Aufgabengebiet fällt dir besonders schwer – und warum?
Etwas schwierig finde ich Kundenreklamationen. Da braucht es viel Fingerspitzengefühl, um eine Lösung zu finden, die für beide Seiten zufriedenstellend ist.

Wohin willst du mit der Ausbildung? – hast du Dir schon Gedanken über Deine Karriere gemacht?
Ich möchte mit dieser Ausbildung meine berufliche Zukunft aufbauen und das Optimum für mich rausholen. Über meine Karriere mache ich mir keine Gedanken, ich denke von Schritt zu Schritt.

Mehr Infos
Bei www.einzelhandel.de berichtet der Handelsverband Deutschland zu neuen Entwicklungen
von Tarifpolitik bis Ehec-Krise. Auf www.alles-fuers-leben.de bekommt der Handel ab diesem
Herbst ein Gesicht – mittels ausgesuchter Geschichten der fast drei Millionen Menschen, die
im deutschen Einzelhandel arbeiten. Unter www.heldendeshandels.de werden u.a. die Weiterbildungsmöglichkeiten
erklärt, siehe Button „Perspektive Superheld“

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