Vom Traum zum Job zum Traumjob
Der Traumjob. Gibt’s den? Birgt nicht jedes Berufsbild Tücken und Zwänge?
Sicher. Schwierig ist es vor allem, den Job zu finden, der genau auf einen passen würde – samt den Tücken und Zwängen. Um diesen Job zu finden, muss man wissen, was es überhaupt gibt. Insgesamt ringen 350 Ausbildungsberufe um Aufmerksamkeit. Dass viele Jugendliche sich nur für fünf bis zehn Berufe bewerben – weil sie die eben kennen – führt dazu, dass gewisse Hypes entstehen. Seit Jahren wird die Hitliste der Ausbildungsberufe von denselben Berufsbildern angeführt: Jungs wollen KFZ-Mechatroniker, Elektroniker, Sanitär- und Heizungsmechaniker, Maler oder Einzelhandelskaufmann werden. Mädchen vor allem Bürokauffrau, Arzthelferin, Einzelhandelskauffrau, Friseurin oder Zahnmedizinische Fachangestellte.
Dabei entstehen in heutiger Zeit berufliche Sektoren, die erfolgsversprechende Perspektiven bieten: Tourismusregionen setzen verstärkt auf Ausbildung in neu definierten Jobs rund um Freizeit, Sport und Fitness. Als zukunftsweisend gelten nach Angaben von Berufsforschern auch die Branchen Gesundheit und Pflege, außerdem Logistik und Verkehr, Medien und Informationstechnik sowie Umwelt.
In diesen Jobs werden die Berufsbilder aber auch immer anspruchsvoller. Der Bewerber sollte außer guten Noten auch „soft skills“ mitbringen. Also jene „weichen Fähigkeiten“ wie problemlösungsorientiertes Verhalten, Teamfähigkeit oder die Bereitschaft zur Weiterbildung. Bei Umfragen unter Arbeitgebern rangieren diese drei Punkte sogar noch vor dem Fachwissen.
Es gibt Studien, die aufzeigen, dass viele junge Menschen sich heute gar nicht mehr trauen, vom Traumjob zu träumen. Diese „pragmatische Generation“ setzt ihre Ziele lieber bescheiden und versucht, mit Fleiß und Leistung weiter zu kommen. Auf den folgenden zwei Seiten stellen wir zwei junge Frauen vor, die über Umwege und über langjähriges an sich Arbeiten zu ihrem Traumjob fanden. Beide sagen, dass man nicht aufgeben darf. Auch wenn’s manchmal dauert.




