Traumberuf Modedesign
Interview mit der Modedesignerin Julia MehnertTrends aufspüren, neue Materialien und Schnitte
finden, Stoffe und Muster sichten. Das ist für viele kreative Menschen ein absoluter Traumberuf. Es gibt auch viele Möglichkeiten, die einem die Ausbildung im Anschluss bietet. Ein eigenes Atelier, als Kostümkundiger zu Theater und Fernsehen, in den Bekleidungs-Einzelhandel oder zu Modeverlagen und -zeitschriften. Die Modedesignerin Julia Mehnert, 35, entwarf jetzt ihre erste Kollektion Lilienfein, nachdem sie zuvor schon für Escada, Rena Lange und Bogner gearbeitet hat.
Seit wann wusstest Du, dass Mode dein Traumberuf sein würde?
Meinen Traumberuf habe ich tatsächlich über die Berufsberatung gefunden. Nach meinen Hobbys gefragt, sprach ich vom Nähen, Stoffen und von den schönen Dingen, mit denen ich mich befasste – da meinte die Beraterin: „Warum gehen Sie eigentlich nicht auf eine Modeschule?“ Nach drei Jahren auf der Staatlich anerkannten Modefachschule in Sigmaringen war ich Modell- und Schnittdirektrice und Modedesignerin mit Kenntnissen in Fertigungstechnik, Schnitttechnik, freiem Zeichnen, Kostümkunde aber auch Buchführung.
Jetzt warst Du mit Deiner ersten Kollektion auf den Modemessen, wie war das?
Ein tolles Gefühl, die eigene Kollektion präsentieren zu können und damit Interesse bei den Einzelhändlern zu wecken.
Was würdest Du einem jungen Menschen raten, der in die Mode möchte?
Er sollte sich schon möglichst während seines Studiums um Praktika bemühen, darüber findet man am Besten heraus, in welchen Bereich einer Firma man später arbeiten möchte und man knüpft möglicherweise die ersten beruflichen Kontakte, die einem in der Zukunft sehr nützlich sein können.
Welche Eigenschaften sollte man mitbringen?
Kreativität natürlich, Stilsicherheit, Gespür für Farben und Trends sowie Spaß am Gestalten. Ehrgeiz und Selbstbewusstsein sind aber genauso wichtig. Wer sich selbständig machen möchte, sollte schon auf einige Jahre Berufserfahrung zurückblicken können und Durchhaltevermögen – auch finanzielles! – mitbringen.




