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Systemgastronomie - Ungeahnte Möglichkeiten

Systemgastronomie

Viel mehr als Burger braten

Die Berufsperspektiven im Hotel- und Gaststättengewerbe werden generell unterschätzt. Dabei galt der Ausdruck „vom Tellerwäscher zum Millionär“ einst als Synonym für unbegrenzte Möglichkeiten. Inzwischen bleiben viele Lehrstellen unbesetzt. Das liegt allerdings auch daran, dass die meisten bei diesem Gewerbe nur an den Beruf des Kochs oder eben den Hotelfachmann denken.

Der Fachmann, bzw. die Fachfrau für Systemgastronomie ist noch nicht so bekannt, obwohl die Jobsituation ziemlich gut ist. Allerdings ist der Beruf noch so wenig verbreitet, dass man in Stellenangeboten eher auf die Bezeichnung Restaurantleiter oder Restaurantassistent achten sollte. Wie gesagt, nach Lehrlingen wird dringend gesucht. Wer noch keinen Ausbildungsplatz hat, dürfte hier also fündig werden.

Die Fachkraft für Systemgastronomie

Für den schnellen Hunger gibt es allbekannte Restaurantketten. Hier sorgt die Fachkraft für Systemgastronomie für den reibungslosen Ablauf des zentral gesteuerten Gastronomiekonzepts. Sie kümmert sich unter anderem um die Einheitlichkeit der Filial-Räumlichkeiten, des Erscheinungsbilds des Personals, der angebotenen Speisen und Qualitätsstandards. Außerdem kontrolliert sie Arbeitsabläufe, Personaleinsatz, Kosten sowie die Öffentlichkeitsarbeit der Filiale. Wem Schnell-Restaurants nicht liegen, dem stehen auch Catering-Unternehmen, Kantinen und seit kurzem auch Großbäckereien offen. Diese Bäckereien mit teilweise über 100 Filialen suchen dringend nach Nachwuchskräften, die sowohl kaufmännisches Verständnis mitbringen, aber für das wachsende Snackgeschäft gleichzeitig eine gastronomische Ausbildung haben. Hier stolpert man meistens auch schneller die Karrierestufen hoch. Und ist dabei von Anfang an besser bezahlt, da die Ausbildungsvergütung im Handwerk verglichen mit der Gastronomie eindeutig höher ist.

Wer kann’s werden?

Meistens ist ein Hauptschulabschluss vorgeschrieben. Manche Unternehmen erwarten als Zulassung zur dreijährigen Ausbildung allerdings die Mittlere Reife. Außerdem muss man ein Gesundheitszeugnis vorlegen, körperlich belastbar und stressresistent sein. In der Regel sind die Ausbildungsbetriebe auch die späteren Arbeitgeber. Die ersten zwei Jahre stehen Verkauf, Service und Gästeberatung im Vordergrund. Das letzte Jahr bringt dann die kaufmännische Spezialisierung.

Fachkraft im Gastgewerbe

Diese zweijährige Ausbildung wird ebenfalls leicht übersehen – dabei bietet der Ausbildungsberuf etwa auch Hauptschülern gute Karrierechancen. Die Fachkräfte im Gastgewerbe bedienen und betreuen die Gäste hinter der Theke, am Büfett und im Restaurant oder kommen im Caterer- und Veranstaltungsbereich unter. Sie wissen nicht nur, wie man Platten schön herrichtet, sondern auch, welche Desinfektionsmittel eingesetzt werden können, wie sämtliche Großküchenmaschinen funktionieren, wie man korrekt Warenlieferungen annimmt und lagert und wie man, wenn einmal etwas nicht funktioniert hat, mit Reklamationen umgeht. Wem als Fachkraft im Gastgewerbe die heimischen Cafés, Restaurants oder Kantinen irgendwann zu langweilig werden sollten, der kann sich auch in Jugendherbergen, Hotels oder auf Schiffen bewerben. Außerdem suchen Kurheime, Sanatorien und Fitness-Center mit Bar- und Imbissbetrieb nach den Gastro-Allroundern.

Was erwartet wird

Gute Umgangsformen, Kundenorientierung, Flexibilität (etwa, wenn auf einmal eine hungrige Geburtstagskinderschar unangemeldet ins Restaurant strömt und nicht nur schnell versorgt, sondern auch nett und spielerisch behandelt werden will) sowie Planungs- und Organisationsfähigkeit, um beispielsweise die Dienstpläne oder Warenbestellungen im Griff zu haben.

Info-Links:
www.dehoga.de (Seite des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands, hier gibt es auch eine eigene Fachabteilung Systemgastronomie mit Infos zur Ausbildung).
www.machs-richtig.de (hier informiert die Bundesagentur für Arbeit über Ausbildung und Aufgabenbereich).
www.vsr-online.de (der Verband der Serviermeister, Restaurant- und Hotelfachkräfte e.V. gibt Infos zu Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten).
www.dienstleistungsberufe.de
www.hotelcareer.de
www.bundesverband-systemgastronomie.de
www.ahgzjobs.de (dieses Jobportal für Gastronomie, Hotel, Kreuzschiffe etc. vermittelt den „Job der Woche“ und veranstaltet auch tourende Recruiting Days für Nachwuchs, außerdem gibt es Neuigkeiten zu Hoteleröffnungen und Preisausschreibungen wie „Career of the Year 2008“).
www.systemgastronomie-online.de (Neuigkeiten aller Art, etwa zu den aktuell verbleibenden Ausbildungsplätzen bei McDonald’s oder zur Eröffnung des 33. Vapiano-Ladens in London, andere Clicks führen zu Weiterbildungsmöglichkeiten und Jobs. Sogar TV-Tipps zu Reportagen über Systemgastronomie werden aufgelistet).

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