Professional Partypeople
Vom Eventmanager zum WeddingplannerBenefizveranstaltungen. Rockkonzerte. Theaterfestivals. Medizinerkongresse. Jobmessen. Hochzeiten. Was haben alle diese Events gemeinsam? Richtig. Ihr Ablauf muss organisiert werden. Dazu braucht es Experten: Der Veranstaltungskaufmann sorgt durch Kommunikation, Flexibilität und Kreativität dafür, dass alles rund läuft. Das heißt, er konzipiert und
organisiert die Veranstaltungen, kalkuliert die Kosten und übernimmt sämtliche Aufgaben rund um die Planung, Durchführung und Nachbereitung von Veranstaltungen. Da Events immer mehr werden, mangelt es an Arbeit nicht. Dieser Job ist so vielseitig wie zukunftsträchtig.
Wer kann’s werden
Nicht nur Hochschulen bilden zum Veranstaltungskaufmann aus, auch eine duale Berufsausbildung ist möglich, etwa bei Konzertveranstaltern, Eventagenturen oder Messegesellschaften. Die suchen sich dann gerne Kandidaten mit einer guten mittleren Reife oder Abitur, guten Noten in Deutsch und Mathematik, Interesse an kaufmännischen Aufgaben, organisatorischem Geschick und Praktika im Eventmanagement oder der Gastronomie.
Auch Fachkräfte für Veranstaltungstechnik werden bei Fernsehsendern oder Kongresszentren immer wieder gesucht. Dazu braucht es einen guten Hauptschulabschluss oder die mittlere Reife, eine profunde Allgemeinbildung, ausgeprägtes technisches Verständnis und handwerkliches Geschick.
Verlobt – Verplant – Vermählt
Damit es für seine Kunden der schönste Tag im Leben wird, muss so ein Weddingplanner ganz schön schuften. Nicht nur erstellt er Angebote und Kostenkalkulationen für das Hochzeitspaar, er besichtigt auch mögliche Locations für Feier und Zeremonie,
bespricht sich mit Floristen, Kartendesignern – und Taubenzüchtern. Letztere sind übrigens immer weniger gefragt, inzwischen lassen Brautleute lieber Schmetterlinge fliegen, die haben deutlich weniger Parasiten. Und wer will schon die Hochzeitsgesellschaft beunruhigen. Circa 80 Euro kostet dieses flügelschlagende Extra, ein wahrlich kleiner Posten in der Gesamtrechnung des Weddingplanners von circa 5000 Euro. Zehn bis vierzehn Prozent des Budgets gehen an den Hochzeitsplaner selbst. Wer einwenden möchte, dass Weddingplanner doch immer weniger zu tun haben würden, da sich auch immer weniger Deutsche das Ja-Wort geben, der hat zwar einerseits recht, denn Eheschließungen werden tatsächlich weniger – aber Hochzeitsplanungen dafür immer häufiger in fremde Hände gegeben. Auch durch Fernsehformate wie „Frank – der Weddingplaner“ hat dieser Beruf
Aufschwung erfahren. Doch selbst Frank Matthées plangenaue Vorbereitung der Hochzeitsfeierlichkeiten im August 2005 konnte die Ehe der Popstars Sarah Connor und Marc Terenzi nicht retten. Die Dauer des Liebesbundes ist eines der wenigen Details, für das Weddingplanner nicht verantwortlich sind. Hochzeitsplaner ist kein Ausbildungsberuf. Am Besten bereitet man sich über die Lehre zum Veranstaltungskaufmann, ein Betriebswirtschafts- oder Eventmanagement-Studium darauf vor.
Ereignis-Behandlungsplanung
klingt zugegebenermaßen ziemlich blöd. Deswegen sagt man dann eben doch Event-Management. Event-Manager ist – wie Weddingplanner – keine geschützte Berufsbezeichnung. Aber gerade deswegen suchen Konzertveranstalter und Eventagenturen nach Leuten mit anerkannten Abschlussprüfungen. Also auch: erst mal den Veranstaltungskaufmann abschließen und dann ist eine Weiterbildung möglich. Das Spektrum reicht da weit: bei der Europäischen Medien- und Event-Akademie in Baden-Baden etwa kostet ein dreitägiges Seminar ohne Zugangsvoraussetzungen rund 750 Euro.
Neu ab Sommer 2009 – mit dem höchsten nichtuniversitären Abschluss für die Veranstaltungsbranche, kann man mit dem geprüften Veranstaltungsfachwirt (IHK) den Grundstein für einen erfolgreichen Aufstieg innerhalb der Veranstaltungsbranche legen. (www.event-akademie.de)
Ein Lehrgang mit IHK-Abschluss an Wirtschaftsakademien dauert mehrere Monate (ca. 1300 Euro), wer schon staatlich geprüfter Tourismusassistent ist, der kommt beispielsweise in der Freiburger Angell Business School in zwei Semestern plus Praktikum an einen Bachelor (etwa 8800 Euro). Und die EAM School of International Business führt über ein dreijähriges Studium an der Europa Akademie München in Tourismus und Event-Management bis zum Diplom oder Bachelor
(www.europa-akademie-muenchen.de)



