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Soziale Berufe - Mit Herz, Hand und Zukunft

Für Dich und Mich

Soziale Berufe mit Herz, Hand und Zukunft

Kinderpfleger/in – Sozialpädagogische/r Assistent/in

Ohne sie würde in vielen Kinderkrippen und Kindergärten viel weniger laufen. Kinderpfleger sind die „rechte Hand“ des Erziehers. Spaß am Singen, Basteln und Vorlesen wäre nicht schlecht, immerhin wollen die Kiddies mehrere Stunden beschäftigt werden. Und natürlich sollte man Kinder mögen, sonst können die Tage arg lang werden.

Wer kann’s werden:
Die Mindestanforderung ist ein Hauptschulabschluss. Ein Schnupperpraktikum eignet sich für alle, die in der Schule weder Hauswirtschaft noch ein anderes soziales Fach hatten. Außerdem braucht man: vom Gesundheitsamt eine Lebensmittel-Bescheinigung, vom Arzt eine Bestätigung, dass man den Beruf auch körperlich packt und oft ein Erste-Hilfe-Zertifikat.

Was verdienen wir uns:
Die schulische Ausbildung dauert ein bis drei Jahre und ist in einen theoretischen und einen praktischen Teil eingeteilt. Nach der Prüfung ist ein Praktikum oder ein Anerkennungsjahr Pflicht. Achtung: Die Schulen für Kinderpfleger oder sozialpädagogische Assistenten nennen sich teilweise auch Berufskollegs oder berufsbildende Schulen. Die Ausbildung kostet meistens nichts, man verdient aber auch nichts. Nach der Ausbildung verdient man im Schnitt 2.140 bis 2.368 Euro im Monat.

Erzieher/in

Das Familienministerium hat beschlossen, die Krippenplätze in Deutschland bis 2013 massiv auszubauen. Deshalb werden schon sehr bald viele Erzieher benötigt, die sich gut mit Kindern unter drei Jahren auskennen. Meistens arbeitet man als Erzieher im Team, oft zusammen mit einem Kinderpfleger.

Wer kann’s werden:
Neben einem großen Herz für Kinder braucht man in Bayern mindestens die Mittlere Reife oder einen Hauptschulabschluss plus eine Ausbildung im sozialen Bereich. Die Ausbildung zum Erzieher findet an einer Fachakademie, Berufsfachschule oder einem Berufskolleg statt und kann durch eine Aufnahmeprüfung in das zweite Schuljahr verkürzt werden. Abiturienten müssen praktische Erfahrung nachweisen.

Erzieher? Das verdien’ ich mir:
Die Ausbildung kostet zwischen null und 100 Euro im Monat, je nach Anbieter. Eine gute Liste steht im Internet unter 
www.kursnet.arbeitsagentur.de. Der Abschluss heißt dann Staatlich anerkannte/r Erzieher/in. Wer später am Wochenende oder in den neuen Rund-um-die-Uhr-Kindergärten arbeitet, bekommt Zuschläge, ansonsten verdienen Erzieher im Schnitt im ersten Berufsjahr 1.800 Euro, später bis zu 3.000 Euro.

Altenpfleger/in

Altenpfleger pflegen und kümmern sich um alte Leute. Der Alltag ist sehr abwechslungsreich und körperlich auch recht anstrengend. Je nach Arbeitsplatz fährt man zu rüstigen Senioren, die sich weitgehend noch selber versorgen können oder kümmert sich um bettlägerige alte Menschen. Altenpfleger ist mit Sicherheit einer der zukunftsträchtigsten Berufe im sozialen Bereich.

Wer kann’s werden:
Man braucht mindestens eine zehnjährige Schulbildung, die den Hauptschulabschluss erweitert, oder den Hauptschulabschluss und eine mindestens zweijährige Berufsausbildung oder eine andere Ausbildung in der Altenpflegehilfe. Die Ausbildung dauert drei Jahre und ist in einen theoretischen Teil an Berufsfachschulen und einen praktischen Teil in Altenheimen unterteilt. Neben Altenpflege in Theorie und Praxis lernen die Azubis auch die Mitwirkung bei medizinischer Diagnostik und den Umgang mit Krisen und anderen besonderen Situationen.

Was verdienen wir uns?
Während der Ausbildung verdient man im Schnitt 750 Euro. Die Abschlussprüfung besteht aus einem schriftlichen, mündlichen und praktischen Teil. Wer die Prüfung besteht ist staatlich anerkannte/r Altenpfleger/in und verdient ab 1.350 Euro aufwärts. Dazu kommen Zuschläge für Nacht- und Schichtarbeit.

Sozialpädagoge

Die Palette an Jobmöglichkeiten für Sozialpädagogen reicht vom Streetworker bis hin zum Schulsozialpädagogen. Das Image des „Lass uns drüber reden“-Softies ist schon lange out. Sozialpädagogen tragen viel Verantwortung. Wichtige Eigenschaften eines Sozialpädagogen sind Einfühlungsvermögen, Offenheit, Toleranz und Belastbarkeit. Kleiner Haken: viele Jobs sind keine Vollzeitstellen, das heißt, dass man zum Beispiel nur 30 Stunden pro Woche arbeitet und sich eventuell noch einen zweiten Job suchen muss, um ausreichend zu verdienen.

Wer kann’s werden:
Sozialpädagogik ist ein Studienfach, daher ist eine der Eingangsvoraussetzungen das Abitur. Man kann Sozpäd, abgekürzt für Sozialpädagogik, an Fachhochschulen und Universitäten studieren. Die Studienzeit beträgt drei bis vier Jahre. Eine Alternative ist das Lehramtsstudium mit Schwerpunkt Sozialpädagogik. Danach kann man direkt einsteigen oder noch ein bis zwei Jahre dranhängen und einen Mastertitel draufsetzen.

Sozialpädagoge? Das verdien’ ich mir:
Erstmal nichts, ganz im Gegenteil, in Bayern muss man sogar Studiengebühren bezahlen. Allerdings kann man Bafög als finanzielle Unterstützung beantragen und später zurückzahlen. Im Anschluss an die Uni hängt der Verdienst von der Anzahl der Stunden ab. Im Schnitt kann man in einer Vollzeitstelle von 1.500 Euro bis 2.400 Euro ausgehen.
jb

Mehr Infos und weitere Berufsbeispiele:
Bundesinstitut für Berufsbildung:
www.bibb.de
Infos zum Altenpfleger:
www.stmas.bayern.de/pflege/beruf/ausbildung.htm
www.planet-beruf.de/
www.krankenschwester.de
Altenpflegehilfe:
www.planet-beruf.de/Altenpflegehelfer-in.2061.0.html
http://berufe.jobomat.de/beruf-haus-familienpfleger-6537.html

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