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Design muss sein - Mode, Kommunikation und Produkt

Design

Kommunikationsdesign


Als das World Wide Web 1993 für die Allgemeinheit freigegeben wurde, war das ein Fest für Kommunikationsdesigner. Das Web musste gestaltet werden und zwar bedienerfreundlich. Selbsterklärend. Dafür hat der gestaltende Art Director sich während des Studiums mit Bildsprache auseinander gesetzt, Kunst- und Kulturwissenschaften gebüffelt und sich visuelle Grundlagen angeeignet. Wie beispielsweise Tom Ising von der Münchner Grafikdesigntruppe Herburg Weiland. Wenn der Art Director gerade nicht Magazinen, Büchern oder internationalen Konzernen ein neues Gesicht verleiht, dann lehrt er Zeitschriftengestaltung an der Deutschen Journalistenschule. Seinem Kompagnon, dem Künstler und Fotograf Martin Fengel, fällt auf die Frage, was denn am Kommunikationsdesign nerve nichts ein. Außer vielleicht: „Man muss schon wissen, dass man viel Zeit am Computer verbringt.“

Wer kann‘s werden?

Der Zugang zu dieser drei- bis vierjährigen Ausbildung erfolgt entweder über die Berufsfachschule – dafür braucht es den mittleren Bildungsabschluss. Oder man studiert an einer Uni (mit Hochschulreife) oder an einer Fachhochschule (Fachhochschulreife). Die Regelstudienzeit dieser Bachelorstudiengänge beträgt zwischen sechs und acht Semestern.

Produktdesign

Wer gestaltet denn eigentlich medizintechnische Geräte, Fahrzeugteilsysteme, Fertigungsanlagen, Bagger oder Kaffeemaschinen? Der „Techniker für Produktdesign“. Er unterstützt den Ingenieur bei der Entwicklung technischer Produkte. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Entwicklung von dreidimensionalen Anlagen für „Computer Aided Design“, den 3D-CAD-Anlagen. Ob Konstruktion, Gestaltung, Berechnung, Simulation, Prozess- und Projektmanagement, Analyse, Ideenfindung, Konzeption, Entwurf, Modellbau oder Serienbetreuung: Der Technische Produktdesigner ist in all diesen Aufgabenbereichen zu Hause und widmet sich obendrein einer vernünftigen Bedienphilosophie und ergonomischen Aspekten.

Wer kann‘s werden?

Die dreijährige Ausbildung ist bundesweit gleich und wird in der Industrie angeboten. Auch eine schulische Ausbildung ist möglich. Nach dem Berufsbildungsgesetz ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die Betriebe stellen zu etwa gleichen Teilen Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss und mit Hochschulreife ein. Aber auch Hauptschüler sind mit durchschnittlich drei Prozent dabei und ein Prozent ohne Schulabschluss.

Termine:
Wer in Kommunikationsdesign und Werbung etwas auf sich hält, der möchte beim ADC Wettbewerb dabei sein. 2009 sucht der Art Directors Club bereits zum 45. Mal nach den besten Auftragsarbeiten. Das nächste ADC Festival findet vom 22. bis 26. April in Berlin statt.

Die fünf Bewertungskriterien der Jury lesen sich wie das kleine 1x1 des Kommunikationserfolgs:

Originalität: Ist die Arbeit originär und originell?
Klarheit: Kommuniziert die Arbeit ihre Ziele verständlich?
Kraft: Bewirkt die Arbeit eine Bewusstseinserweiterung?
Machart: Ist die Arbeit handwerklich überzeugend?
Freude: Beglückt, berührt oder bereichert die Arbeit?

Info:
www.adc.de

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