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Dach über dem Kopf - Berufe in der Immobilienbranche

Dach über dem Kopf

Berufe in der Immobilienbranche

Die Sehnsucht nach einem eigenen Zuhause hat es eigentlich schon immer gegeben. Nur früher war es einfacher: Der Stärkere durfte in die Höhle ziehen. Für unsere heutigen „Höhlen“ gibt es inzwischen Profis, die gekonnt vermieten, verkaufen oder verwalten. Die Berufsperspektiven in der Immobilienbranche sind vielfältig – und zukunftsträchtig. Denn gewohnt und umgezogen wird immer, darauf können wir uns quasi fix und für alle Zeit verlassen.

Immobilienkaufmann/-frau

Der häufigste Weg in die Immobranche führt über eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann/-frau. Immobilienkaufleute kümmern sich um alles: Sie suchen geeignete Immobilien, Mieter oder Käufer, führen Interessenten durch die Objekte, setzen die Kauf- oder Mietverträge auf und stehen als Berater vom Anfang bis zur Unterschrift zur Seite.

Wer kann’s werden:
Mittlere Reife oder Abitur sind für diese duale Ausbildung die Grundvoraussetzung. Mindestens genauso wichtig sind aber die Lust, mit Menschen zu tun zu haben, und ein gutes Gespür für deren Bedürfnisse entwickeln zu können. Davon abgesehen wird Englisch auch hier immer wichtiger. Abiturienten können die dreijährige Ausbildung auf zwei Jahre verkürzen.

Das verdien ich mir:
Azubis bekommen im ersten Lehrjahr rund 710 Euro, das steigert sich bis zum dritten Ausbildungsjahr auf rund 930 Euro pro Monat.

Aussicht:
Die Immobilienbranche ist in allen Großstädten ein sicherer Hafen für die Zukunft, denn gewohnt und umgezogen wird immer. Fertig ausgebildete Immobilienkaufleute können sich als Makler, Berater und Vermittler anstellen lassen oder selbstständig machen. Dabei stehen wiederum viele Branchen offen: Banken, Sparkassen, die klassische Immobilienindustrie oder die Baubranche benötigen ausgebildete Fachkräfte.

Immobilienassistent

Abiturienten können sich außerdem zum Immobilienassistenten ausbilden lassen – damit haben sie gleich einen doppelten Abschluss in der Tasche: Immobilienkaufmann/-frau und den IHK-geprüften Abschluss als Immobilienassistent.

Wer kann’s werden und was verdienen wir?
Abiturienten, die sich für diese doppelt qualifizierende zweijährige Ausbildung entscheiden, verdienen im ersten Berufsjahr durchschnittlich um die 2.000 Euro.

Facility Manager

Der Begriff Facility Manager ist zweideutig: Im Englischen bedeutet er „Hausmeister“, im Deutschen steht der Beruf für einen Ingenieur mit Schwerpunkt Gebäudetechnik, auch Facility Management genannt. Die Ingenieure spezialisieren sich auf die Versorgung von Einrichtungen oder Anlagen, gleich ob bei großen Miethäusern oder Krankenhäusern. Der Weg zum Facility Manager beginnt entweder als Schwerpunkt in einem Maschinenbaustudium oder einem anderen ingenieurwissenschaftlichen Studiengang.

Wer kann’s werden:
Abiturienten, die sich für ein technisches oder ingenieurwissenschaftliches Studium entscheiden. Wenige Universitäten bieten auch direkt „Facility Management“ an oder einen dualen Studiengang aus Gebäudetechnik und Facility-Management. Häufig steht das technische Know-How bei Facility Managern im Vordergrund.

Facility Manager, das verdienen wir uns:
Je nach Bundesland verdient man nach der Ausbildung auch unterschiedlich. Als Faustregel gelten knapp über 30.000 Euro als Einstiegsgehalt.

Immobilienberater/Immobilienmakler

Quereinsteiger aufgepasst – als Immobilienmakler hat man mit ein bisschen Glück, einem guten Menschengespür und einem Händchen für Immobilien einen wachsenden Markt vor sich. Die Berufsbezeichnung „Immobilienmakler“ ist nämlich nicht geschützt. Das heißt, dass jeder bei seiner Gemeinde die Erlaubnis (nach §34c der Gewerbeordnung) beantragen kann. Je nach Art der Erlaubnis bezahlt man 300 Euro bis 2.000 Euro für das Zertifikat – und darf dann loslegen. Allerdings braucht ein vertrauenswürdiger Makler mehr als nur diese Erlaubnis, um langfristig erfolgreich zu sein.

Wer kann’s werden:
Angehende Immobilienmakler können sich in Berufsakademien oder Industrie- und Handelskammern (IHK) ausbilden lassen. In diesen Kursen lernt man rechtliche Aspekte, wie man gute Objekte ermitteln und vermarkten kann, Rechnungen schreibt oder welche Formulierungen wichtig sind. Die Kurse dauern zwischen 100 und 300 Stunden, die Kosten pendeln zwischen 1.000 und 3.000 Euro. Wichtig ist, dass die Abschlussprüfung von der IHK anerkannt wird.

Das verdien ich mir:
Das Einkommen von Immobilienmaklern setzt sich meistens aus der Maklerprovision (Courtage) und einem festen Einkommen zusammen, je nachdem, ob die Tätigkeit freiberuflich ausgeübt wird. Als Faustregel werden von Kollegen rund 2.500 Euro Einstiegsgehalt angegeben. Dafür muss allerdings häufig auch abends und am Wochenende gearbeitet werden. Nach oben sind dem Einkommen natürlich keine Grenzen gesetzt, denn je hochwertiger die Immobilien werden, desto höher fällt auch die Maklerprovision aus.

Der richtige Link
Kompaktes Wissen über den Immobilienmakler:
http://immobilienmakler-beruf.de/

Mehr über Facility Management:
http://www.facility-managerin.de/

Video „Ich mach’s! Immobilienkaufmann/-frau“ :
http://tinyurl.com/3euzd7w

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